2021-August-Kärnten





 

   27. - 30.  August 2021        ( Kärnten )     Millstätter See / Faaker See/ Ossiacher See


                     


Tag 1VormittagNachmittagAbend / Nacht
Tageskosten
Freitag  27.08.2021 11°
 14°
 13°
  9,50     10 Tages Vignette


nachdem es anscheinend nur noch regnen will, haben wir uns kurzerhand entschlossen für ein paar Tage in den Süden zu fahren. In Kärnten herrscht zwar auch nicht wirklich richtiges Sommerwetter, aber es soll doch deutlich trockener und etwas wärmer sein. Wir starten am Nachmittag, unser erstes Ziel ist der Sportplatz-Parkplatz unterhalb der alten Goldeck-Seilbahn. Hier haben wir schon öfters übernachtet, sowohl zur "Durchreise" wie auch zum Fliegen am Goldeck


der Himmel ist zwar bedeckt doch die Abendsonne schafft es gerade noch unser Fahrzeug durch ein kleines Wolkenloch anzustrahlen, auf jeden Fall es ist trocken und die Vorhersagen für Morgen sind gar nicht so schlecht


Tag 2VormittagNachmittagAbend / NachtTageskosten
Samstag  28.08.2021
 16°
 20°
 18°/ 11°
  24,-   Minigolf



während sich die letzten Frühnebel über dem Goldeck verziehen, fahren wir zu LIDL, kaufen frische Semmel, sowie ein paar Kleinigkeiten für den Tag und frühstücken gleich hier auf dem Parkplatz. Danach geht die Fahrt rüber zum Millstätter See. Hier haben wir uns aus verschiedenen WoMo-Foren Übernachtungsmöglichkeiten angeschaut. Jedoch erwartungsgemäß sind auf allen brauchbaren, schönen Parkplätze WoMo-Verbotschilder aufgestellt

auf einem großen Schotterparkplatz am Ostufer machen wir Halt, nehmen unsere Roller und erkunden die Gegendoffensichtlich haben wir alles richtig gemacht, noch am Vormittag macht der Himmel auf und die Sonne kommt heraus

weiter ging dann die Reise zum Faaker See, wo wir uns ebenfalls nach eventuell geeigneten Stellplatzmöglichkeiten umgeschaut haben. Aber auch hier das gleiche Ergebnis, da es mehrere Campingplätze am- und in unmittelbarer Nähe zum See gibt, ist frei stehen nicht möglich

nachdem wir im "Vorbeifahren" erst einmal schnell für 1,18 €/Liter Diesel den Tank gefüllt hatten, machen wir auf einem Parkplatz etwas oberhalb des See's gemütlich Kaffeepause und entdecken dabei mit dem Fernglas am gegenüberliegenden Berg drei gelbe Sonnenschirme, dort ist offensichtlich eine Gaststätte mit Aussichtsmöglichkeit



auf einer in der Touri-Info erhaltenen Freizeitkarte sehen wir, dass es sich dabei wohl um den   Waldseilpark  auf dem Tabor handeln muss


während sich über der Gerlitzen der Himmel verdunkelte, scheint hier drüben recht zuversichtlich die Sonne und so entschlossen wir uns kurzerhand einmal hoch zu diesem Park zufahren

auf einer sehr schmalen, sehr steilen und sehr schlechten Straße voller Schlaglöcher geht es einige Kilometer durch den Wald, bis wir den kleinen Parkplatz am Ende der Straße erreichen



nach wenigen Schritten kommen wir zu einem riesigen Kletterpark in den Bäumen


wie wir dann sehen, handelt es sich um einen sehr großen " Abenteuerspielplatz" für Jung und Alt, da gibt es neben dem genannten Kletterpark mit 9 verschiedenen Parcours, Bogenschießen, Essen und Trinken mit einer tollen Aussichtsplattform auf den Faaker See und einen sehr schönen "Adventure Golfcourt" mit 18 Bahnen. Zugegeben, mit 12,-€ / Person ist das nicht ganz billig, aber der Platz ist wirklich beeindruckend in dem dichten Mischwald angelegt, dass wir uns kurzerhand entschlossen haben eine Runde zu golfen (man gönnt sich ja sonst nichts)





Blick von der Aussichtsplattform auf den Faaker See


nach diesem schönen Erlebnis, nahmen wir noch einmal die Karte zur Hand und entdeckten auf der Suche nach einem geeigneten Übernachtungsplatz einen Badesee bei Föderlach


und tatsächlich erwies sich der Parkplatz als gut geeignet, etwas unterhalb erreicht man nach wenigen Schritten den Badesee


zunächst waren wir tasächlich ganz alleine hier, spät am Abend gesellte sich dann noch ein weiteres Wohnmobil mit genügend Abstand zu uns. Jedoch kam dann, was kommen musste. Es ist halt Wochenende, Samstagabend und obwohl es schon recht kühl war kamen spät in der Nacht einige Jugendliche mit ihren 125er Mopeds, was anfangs noch nicht wirklich dramatisch war, da sie sich zu Fuß nach unten zum See begaben. Als sie jedoch gegen 1:15 Uhr abreistentaten sie das nicht still und heimlich, sondern mussten natürlich erst noch ein paar Runden auf dem Parkplatz drehen, was bei 4 Motorrädern mit dem bekannten 2-Takt geknatter schon mit erhäblichen Lärm verbunden war. Aber auch das ging vorbei und die restliche Nacht war dann ruhig und störungsfrei


Tag 3VormittagNachmittagAbend / NachtTageskosten
Sonntag  29.08.202120° 19°  20°/ 12°  0,-


und wieder erwies sich unsere kurz entschlossene Reise als richtig, denn während es zu Hause bei durchschnittlich 11° immer noch regnete, wachen wir unter blauem Himmel mit einigen Schönwetterwölkchen und Sonnenschein auf. Nach dem Frühstück machen wir einen ausgedehnten Spaziergang auf einem sehr schönen Weg entlang der Drau


was für eine tolle Naturbank




wieder an unserem Parkplatz angekommen, gingen wir runter an den sehr schön angelegten  Badesee (übrigens zur kostenlosen Benutzung) und checkten mal eben das Badewasser


23° Wassertemperatur sind zwar jetzt nicht wirklich warm, aber . . .

. . . wann hat man denn schon einmal so einen großen Badesee vollkommen für sich alleine ?!
wir haben es getan und sind eine Runde zum Schwimmen gegangen (wenn man mal drinnen ist, ist es gar nicht so schlimm)


an einer Seite des Sees entdeckten wir dann noch zwei Rampen, hier kann man mit dem Snowboard oder Trickskiern Manöver für den Winter trainieren und tatsächlich konnten wir dann einigen Protagonisten bei ihren waghalsigen Sprüngen zuschauen






anschließend fuhren wir langsam wieder Richtung Norden, machten Halt zu einer ausgiebigen Kaffeepause in Annenheim am Ossiacher See und schauten einigen Gleitschirmfliegern zu, ehe es dann zu einem kurzen Regenschauer kam und wir wieder nach Spittal auf den Sportplatz-Parkplatz für die letzte Nacht fuhren. Doch zuvor machten wir noch einen kurzen Abstecher auf die andere Seite der Drau und schauten uns die "neue"   Goldeckbahn  an


hierbei handelt es sich um eine moderne EUB (Einseil Umlaufbahn) mit auskuppelbaren 8 Personen Gondeln, die schon 2011 zur Erweiterung der Großkabinenbahn, jedoch zu dieser Zeit ausschließlich für den Winterbetrieb gebaut wurde und seit 2019 die alte Bahn vollständig und seit diesem Zeitpunkt auch ganzjährig ersetzt





auf dem Parkplatz angekommen, genießen wir die Abendsonne und machen noch einmal einen Spaziergang zu der alten Bergbahn


das Gebäude der Talstation ist optisch noch gut in Schuss, jedoch der Zugang und rund herum ist schon alles sehr verwildert und zugewachsen



hier ist schon lange keiner mehr eingetreten


die 1960 erbaute "Großkabinen - Pendelbahn" für 40 Personen führte knapp 60 Jahre lang nahezu unverändert auf den Erlebnisberg Goldeck. Am 02.04.2019 ereignete sich bei Wartungsarbeiten ein tragischer Unfall, bei dem ein Mitarbeiter der Seilbahn ums Leben kam und drei weitere verletzt wurden. Im Zuge dieser Arbeiten wurde alle sechs Jahre das Tragseil mechanisch vom Spannraum der Mittelstation mehrere Meter nachgelassen, um eine Entlastung des Tragseils zu bewirken. Während dieser Arbeiten habe sich der tödliche Unfall ereignet, bei dem einer der Spannböcke aus der Verankerung gerissen und das dadurch lose Tragseil durch den Spannraum geschleudert wurde und unglücklicherweise einen Mitarbeiter getroffen habe. Seit diesem Zeitpunkt steht die Bahn still und wird auch nicht wieder in Betrieb genommen, da unabhängig von dem Unfall die Betriebsgenehmigung der Bahn 2020 abgelaufen war. Bislang ist die Bahn allerdings auch noch nicht abgebaut worden

der Anblick der Bahn weckte bei uns wehmütige Erinnerungen, weil wir hier schon seit 2007 viele, viele sehr schöne Flüge vom Goldeck gemacht hatten und unvergessliche Kurzurlaube sowohl alleine wie auch mit unseren Fliegerfreunden mit ihren Wohnmobilen verbracht hatten

siehe z.B. auch in unseren Reiseberichten:

-  August 2010 - Kärnten, Osttirol

-  Juni 2011 - Südtirol, Kärnten

-  August / September 2011 - Kärnten

-  August 2018 - Kärnten
- sowie ein altes Video aus dem Jahre 2012   


auch der Anblick des Paraglider-Landeplatztes macht uns ebenfalls etwas traurig, hier ist offensichtlich schon lange keiner mehr gelandet



der Windsack wird anscheinend nicht mehr erneuert und das Gebäude der   Flugschule  wurde wohl auch schon lange nicht mehr betreten



das Problem des "Flugberges - Goldeck" liegt darin, dass die neue 8er Gondelbahn bedingt durch eine völlig andere Trasse nicht bis ganz hoch zu den Startplätzen fährt, sondern ca. 1 km von diesen entfernt und mehr als 300 Höhenmeter tiefer ihre Bergstation hat. Da die Startplätze auf über 2.000m Höhe liegen und es bedingt durch diese exponierte Lage oft stark windig ist oder die Winde aus der "falschen Richtung" kommen ist es öfters von unten gar nicht absehbar, ob man überhaupt fliegbare Bedingungen dort oben vorfindet. Wer möchte also schon diesen beschwerlichen Aufstieg zu Fuß mit dem Gleitschirm auf dem Rücken von der neuen Bahn hoch zum Gipfel auf sich nehmen, wenn man dann ggf. wieder runter laufen muss, was gar nicht gut für die Knie ist.
Und wenn es klappen sollte, ist die Tatsache, dass der Landeplatz auf der anderen Seite der Drau (wie die Talstation der neuen Bergbahn) dann über 3 km entfernt ist


das alles war mit der alten Bahn, die quasi direkt vom Landeplatz aus bis unmittelbar neben die Startplätzen fuhr, wesentlich einfacher und sicherer, da man dann ggf. auch einfach wieder runterfahren konnte, wenn die Bedingungen einen sicheren Start nicht zugelassen hatten

somit wird es wohl nur noch ganz, ganz wenige Flüge, nur für experimentierfreudige Individualisten geben. Für uns fand lt. unserem Flugbuch der letzte Flug vom Goldeck am 16.06.2013 statt (dazu gibt es leider keinen Reisebericht), denn wie oben verlinkt, waren wir zwar 2018 das letzte mal zum Fliegen hier und mussten leider wieder mit der Bahn runter fahren, da oben ein nicht startbarer, starker Südwind herrschte


Tag 4VormittagNachmittagAbend / NachtTageskosten
Montag  30.08.2021  14° 12° 13°  0,-


heute morgen ein letzter Blick in's Maltatal, während links über dem Berg das letzte Stückchen blauer Himmel zu sehen ist, kann man rechts hinten schon Neuschnee auf den Gipfeln erkennen


und wieder sehen wir bei einem kurzen Stau, wegen Mäharbeiten am Mittelstreifen, wie vorbildlich in Österreich die Rettungsgasse funktioniert, schade, dass wir das auf deutschen Autobahnen nicht genauso hin bekommen !


wenn auch an seinem Ende, aber es ist immer noch August und hier in Obertauern sind die Bergspitzen schon weiß gezuckert, ob das an der allseits erwähnten Klimaerwärmung liegt ?


sehr praktisch, an einer Baustelle auf dem Tauernpass mit einspuriger, wechselseitiger Verkehrsführung, sehen wir eine Uhr mit der Wartezeitangabe an der Ampel, da weiß man ob es sich lohnt, den Motor abzustellen



 

 

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